FIND SOMETHING YOU LOVE AND DO IT FOREVER.

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Winteroutfit & feel awesome today. Oder: Warum ich auch in 2017 keine Statement-Shirts tragen werde.

Es läuft eben einfach nicht alles nach Plan. Ich bin voller Energie und Tatendrang in das neue Jahr gestartet, mit dem Ziel, diesen Januar den besten aller Zeiten werden zu lassen. Hierfür waren mindestens zehn Dinge geplant. Leider war aber auch ich nicht vor den omnipräsenten Grippeviren gefeit. Wenn ein Kanzlerkandidat allmorgendliches Händeschütteln im Büro verbieten würde, ich würde ihn wählen. Können wir es nicht einfach machen wie die Italiener oder Franzosen? Ein Küsschen auf die Wange in Ehren oder eine freundliche Umarmung sind so unglaublich viel weniger förmlich und bergen doch ein deutlich geringeres Erkältungs-Ansteckungsrisiko. Oder wie wäre es mit einem fröhlichen Zuwinken aus der Ferne? Würde das nicht reichen?



Vier Tage Dauerschlafen, beginnende heißer-Ingwer-Abhängigkeit, Trash-TV und ein Gemütszustand am Rande des Wahnsinns (da ich einfach unglaublich schlecht im Nichtstun bin), waren mehr als genug. Eigentlich interessiert mich nicht, welche Modetrends kommen und gehen, da ich ohnehin immer das trage, was mir gefällt und ich sicherlich auch niemals als Modeikone oder Innovator durchgehen werde und verrückte Dinge kombiniere, die dann plötzlich absolut angesagt sind. Wenn ich aber schonmal krank bin (und man auf abwegigste Ideen kommt), habe ich auf Blogs und in den einschlägigen Modezeitschriften die Trends 2017 gescreent.



Mit manchen Trends kann ich mich noch anfreunden, andere lösen in mir eher eine Art Schockstarre aus. Slogan- und Statement-Shirts? Nach einschlägiger Erfahrung habe ich vor zwei Jahren alle derartigen Teile entsorgt. Bei einem Einkaufsbummel im New Yorker Chelsea Market verpackte mir gerade die sympathische Verkäuferin meine Einkäufe und drückte mir diese strahlend in die Hand: "Thank you, Andrea - and FEEL AWESOME TODAY!". Ebenso strahlend ob der liebevollen Verabschiedung und unter gleichzeitiger Beschmunzelung der doch immer etwas zu überschwänglichen Art der Amerikaner, nahm ich die Tasche entgegen und schlenderte weiter. Um kurze Zeit später - immer noch grübelnd warum mir dieser Spruch so bekannt vorkam - stehen zu bleiben und an mir herabzublicken. Ja, da war es. Wer ein lässiges Longshirt mit überdimensional großem Print trägt mit einer eigentlich mehr als stumpfsinnigen Beflockung, der muss sich nicht wundern. Wer würde in Deutschland mit einem Shirt mit der Aufschrift "Fühl Dich heute großartig" herumlaufen? Fashion-Fauxpas pur und im Erdboden versunken. Man könnte in New York auch gleich ein T-Shirt mit der Aufschrift "ausländischer Tourist" tragen. Zuhause angekommen alle derartigen Shirts entsorgt und ich werde in 2017 (hoffentlich) auch keine neuen kaufen. Zumindest ohne awesome.



Entsprechend meiner Lektüre wird es wohl laut, bunt und wild und die 80er sind zurück. Wenn ich da so in meinen Kleiderschrank blicke, kommen mir leise Zweifel. Ein paar bunte Schuhe, eine bunte Tasche, okay - da bin ich dabei.

Zum Glück bleibt aber auch so manches aus dem Vorjahr: Lingerie-Look, Spitzen-Bralettes und zerschnibbelte Jeans - yeah. Zusätzlich angesagt sind: Streifen, Hoodies, Ethno und Outdoor-Look, das geht ja irgendwie auch noch, solange ich mir dafür nicht ein Dreimannszelt als Accessoire unter den Arm klemmen muss. Einen Rucksack, der zum Trend passt, habe ich tatsächlich schon länger im Blick, das wäre also die Gelegenheit schlechthin.


Aber was soll das denn: Röhrenjeans adé? Wir sollen uns künftig ausgebeulte Jeans in die Stiefel stecken? Mit der Begründung des Modemagazins, dass wir uns dieses Jahr nun nicht mehr einengen lassen werden? Haben wir das denn? Uns einen Modestil aufdiktieren lassen? Also mich hat niemand eingeengt, wenn dann habe ich mich höchstpersönlich da reingezwängt.

Und gerade deshalb zeige ich euch heute meinen derzeitigen Lieblingspullover mit einer - Skinny Jeans. Die ist aus Stretch und bequem und nichts mit Zwang und basta. Die wird auch allen Modemachern zum Trotz für mich persönlich dieses Jahr Bestand haben. Alle anderen dürfen gerne in Kitten-Heels mit neonfarbenen Steg-Leggings, aufgeplusterten Ärmeln awesome durch die Gegend stiefeln. Mir wird das nicht mehr passieren. Das ist doch auch ein Statement, oder? (Da könnte man doch vielleicht ein T-Shirt ...?)




Mein Pullover in einem warmen Curry-Ton war ein absoluter Spontankauf und ich freue mich jedesmal ihn zu tragen, da er ein bisschen auffällig ist, aber nicht zu auffällig, wunderbar zu warmen Cognactönen passt und perfekt zu dunkelblauen Jeans geht. Er liegt angenehm auf der Haut und ist preislich eigentlich ein Schnäppchen, was man ihm aber nicht ansieht. Außerdem harmoniert er bestens mit meinen geliebten superleichten Timberland-Boots. Dazu meine neue Lieblingstasche, die man entweder an den goldenen Henkeln halten kann, sich den großen Trageriemen über die Schulter werfen - oder wie ich es am Liebsten mache - unter den Arm klemmen kann. Plus dazu eine gemütliche dunkelblaue Mütze mit Kunstfellbommel und dezentem Glitzergarn - meine absolute Geheimwaffe gegen Bad-Hair-Days. Mein Parka ist von Superdry, den habe ich letztes Jahr bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Flohmarkt gekauft.

So ein Schneespaziergang wirkt übrigens absolute Wunder: Was hilft gegen eine abklingende Erkältung besser, als die steigenden Temperaturen und den schönsten Sonnenschein auszunutzen und einen wunderschönen Spaziergang im Schnee zu unternehmen und anschließend leckerste Pancakes mit ganz viel Obst zuzubereiten und heiße Schokolade zu trinken? Wir freuen uns schon sehr darauf, euch das Pancake-Rezept in Kürze auf dem Blog vorzustellen. Es ist unfassbar lecker und noch dazu gesund. Und gesund werden und bleiben wollen wir ja alle, richtig? Den fiesen Grippeviren und dem Händeschütteln zum Trotz.

Wolkenweiße Grüße ♥

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